Neuer Termin: Ausfahrt "Pfeil und Bogen Schlichemtal" am 07.06.2014

Hallo Bogenschützinnen und -schützen,

hier der neue Termin für die verschobene Ausfahrt:

Da die Wettervorhersage für den kommenden Samstag ganz gut aussieht, möchte ich die angekündigte Ausfahrt zum Parcours "Pfeil & Bogen Schlichemtal" (Schömberg) am 07.06.2014 anbieten. Treffpunkt am IBM Klub Parkplatz um 10:00 Uhr bei Volker.
Infos finden sich unter http://www.pfeil-bogen-schlichemtal.de/

Kosten für Erwachsene sind 10,- EUR, gutes Schuhwerk und robuste Kleidung sowie Vesper und Getränk sind wie immer empfehlenswert.

Wer hat Lust, mitzufahren? Bitte um kurze Rückmeldung bis zum Training am kommenden Mittwoch.

Fazit:
Der Parcours hinterliess ein sehr durchwachsenes Bild. Er ist abwechslungsreich gestaltet mit Schüssen in Berg / Tal / Ebene / Nah / Fern, wobei unterschiedliche Entfernungen abgesteckt sind (gelber, roter, schwarzer Pflock - teilweise scheint es sogar noch eine weitere, blaue Markierung zu geben). Somit kann sich jeder die für ihn passende Distanz heraussuchen und wird nicht durch zu weite Schüsse überfordert. Wir hatten uns zumeist die schwarze "Profi" Markierung ausgesucht... ;-)
Der Rundkurs geht um ein kleines Tal und liess sich auch bei heissem Sonnenwetter immer wieder in schattigen Abschnitten absolvieren. Dabei ging es sowohl durch Wiesen (auf Trampelpfaden durch hüfthohes Gras) als auch durch den Wald und an einem kleinen Bach entlang.
Die 3D Ziele sind in sehr unterschiedlichem Zustand - von neuwertig bis hin zu schon erkennbar verwittert und reichlich beschossen. Die Ziele am Einschiessplatz sind in erbärmlichen Zustand, hier scheint wohl das ausgemusterte Material vom Parcours zu landen. Das ist zwar verständlich, trübt aber den ersten Eindruck sehr.
Zu bemängeln ist die Platzierung einiger Ziele. Einige sind sehr schwer (schwarzer Wolf im Schatten vor dunklem Hang) bis gar nicht (heller Fuchs vor Strohballen in dunkler "Höhle" neben der Pausenhütte bei Schuss aus dem Sonnenlicht vom Wegrand) erkennbar. Andere sind vor einer Baumwurzel (Uhu) oder hinter einem abgesägten Baumstumpf (Fuchs) positioniert - ein Fehlschuss landet somit im Holz und endet trotz Messer gerne im Pfeilbruch. Herausforderung beim Schiessen ist ja schön und gut, aber ich möchte schon sehen, worauf ich schiessen soll (vom Kill mal ganz zu schweigen) und unnötigen Pfeilverlust finde ich auch nicht akzeptabel.
Angesprochen werden müssen auch die Auf- und Abstiege. Hier wurde bei der Parcoursgestaltung darauf geachtet, die Schützen nach dem Holen der Pfeile rechtwinklig aus der Schussbahn zu bringen. Dies ist aus Sicherheitsaspekten sehr lobenswert, führt jedoch auch dazu, dass die gesamte Gruppe erst den Hang hochsteigen, dann 100m am Hang entlang laufen und anschliessend wieder den Hang herunterklettern muss. Wer das weiss, wird das beim zweiten Besuch vermutlich vermeiden und warten, bis die Pfeilsucher auf direktem Wege wieder unten sind und dann ebenerdig zur nächsten Station laufen.
Zu Beginn des Parcours sind die Auf- und Abstiege vorbildlich mit Stufen und Seil gesichert, am Ende des Parcours fehlt dies jedoch völlig. Gerade der steile Ausstieg nach dem letzten Ziel (Spinne) ist dank am Boden liegender Fichtenzapfen und Totholz eher halsbrecherisch. Hier sollte noch nachgearbeitet werden.
Ein weiterer Kritikpunkt sind die meiner Meinung nach z.T. mangelhaften Pfeilfänge (Backstops). Diese fallen mitunter sehr niedrig aus (z.B. 60er Scheibe), auch wenn dahinter eine Wiese mit hohem Gras und Totholz oder ein Abhang liegen. Wer da drüber schiesst, findet garantiert keinen Pfeil wieder. Gar nicht lustig ist, wenn ein anscheinend vorbildlicher Backstop (Rehe) leider durchschossen ist und einfach ein Brett dahinter gestellt wird. Dann versucht man mal eben, seinen Pfeil zu ziehen und hat prompt den Schaft ohne Insert und Spitze in der Hand. Da im Brett noch eine weitere Spitze samt Insert steckte, war ich nicht der Einzige, dem das passiert ist.
Insgesamt war laut Schiessbuch wenig los (nur 3 Gruppen inkl. uns), so dass man sich nie ins Gehege kam.
Positiv erwähnt werden muss noch die Vesperhütte, die sehr gemütlich gestaltet ist und zu einer ausgedehnte Pause einlädt.
In der Summe fand ich den Parcours weniger empfehlenswert, ggf. kann man mal in 1-2 Jahren schauen, ob der sich weiterentwickelt hat.

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