Das Positionsphasenmodell

Der Deutsche Schützenbund und seine Landesverbände nutzen das Postitionsphasenmodell zur Ausbildung seiner Trainer und Übungsleiter. Das Modell wurde für die Olympic Recurve Schützen entwickelt. Deren Bögen besitzen ein einstellbares Visier und einen sogenannten "Klicker". Der Klicker erzeugt ein Geräusch, wenn der Schütze den Pfeil eine definierte Länge ausgezogen hat und dient der Auszugskontrolle. Hier eine kurze Zusammenfassung des Modells wie ich es beim WSV1850 lerne. 

Nullstellung:
Füsse schulterbreit
Kopf zum Ziel gedreht
Schulter / Linie Schuhspitzen zeigt zum Ziel
Becken nach hinten gekippt
Po- und Bauchmuskulatur gespannt

Pfeil auflegen, Bogen und Sehne greifen, Bogen unter leichtem Zug bringen, Griffstück drückt gegen Daumenballen

Positionsphase 1:
Schultern tief
Bogenarm gestreckt
Schulterblatt Bogenseite an der WS ?
Bogen zeigt Richtung Ziel, ist dabei noch ungefähr 45° nach vorne unten geneigt

Übergang zu PP2:
Bogen anheben, beide Hände auf Augenhöhe, leichte Spannung der Sehne, Sehnenschatten für Visierschützen

Positionsphase 2:
Schulterblatt Bogenarm fixiert
Schultern tief

Übergang zu PP3:
Auszug in den Anker, für Olympic Recurve fester Block unter dem Kinn, Pfeil noch 2-3 mm im Klicker, Ellenbogen der Zughand noch nicht in Verlängerung zum Pfeil

Positionsphase 3:
rechtes Schulterblatt hat noch Abstand zur WS
VorZiel etwas über dem Ziel
Anker unter demKinn

Übergang zu PP4:
Zielen, Ziehen /Drehen des Schulterblatts zur WS, dadurch Drehbewegung des Ellenbogen nach hinten, (Pfeil durch Klicker ziehen), passives Lösen

Positionsphase 4:
Nachhalten
Schuss verfolgen und analysieren

Nullstellung

 

Literatur zum Thema:

http://deutscher-bogensportverlag.de/produkt/richtig-schiessen-mit-dem-recurvebogen/